Letztens war ich auf einem Workshop zum Thema Wirkliche Begegnung zwischen Mann und Frau. Und so unterschiedlich Männer und Frauen auch sind – wir alle haben die gleiche Sehnsucht: Gesehen zu werden und geliebt zu werden – und zwar für das, was wir tatsächlich sind.

Und doch ist die Angst so groß, sich zu zeigen, sich „nackt“ zu machen. Und damit ist die Hemmschwelle, wirklich und ehrlich zu sein oft fast unüberwindbar.
Der daraus resultierende Frust ist Gift für die Beziehung.

Warum kann aber genau eine monogame Beziehung so heilsam und magisch sein?

Die allermeisten verstehen unter Monogamie, keinen Sex außerhalb der Beziehung zu haben.

Meine Definition von Monogamie ist aber eine Andere:

Nämlich meine emotionalen und sexuellen Ressourcen ganz einem Partner zu widmen.

Sich ohne Für und Wider einzulassen. Mich mit offenen Herzen in meiner Weichheit und Stärke zu zeigen. Mich ganz der Beziehung zu schenken. Mir zu erlauben, mich „nackt“ zu zeigen, mich hinzugeben und fallen zu lassen. Mich zu öffnen.

Die wenigsten Paare aber leben diese Form von Monogamie.

Stattdessen steht bei ihnen die Sicherheit im Vordergrund.
An der Oberfläche darf nicht gekratzt werden und dafür existiert ein stilles Übereinkommen um den Status Quo aufrecht zu erhalten.

Die Sexualität ist dementsprechend fahl oder nicht vorhanden, bzw. man lebt sie im Geheimen (oder mit jemand anderem)aus.

Das ist aber nicht Monogamie, sondern voreinander Verstecken.
So sperrt man diese verletzlichen Teile von sich weg um sie zu schützen.

Und schöpft nie die volle Kapazität einer intimen Beziehung aus.
Man lebt nebeneinander, ohne sich wirklich zu kennen oder zu berühren.

Was aber, wenn du deine Verbindung nützt, um den anderen wirklich kennen zu lernen und ihn in seiner Tiefe zu berühren? Dir erlaubst, dein Herz auf deiner Zunge zu tragen?

Damit hebst du deine Beziehung in eine andere Dimension, in der du jeden Bereich deines Lebens berühren lässt. Und du erfährst die Magie einer monogamen Beziehung. 💙

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